Otocinclus macrospilus und Otocinclus hoppei

- Erfahrungsbericht -

 
O. macrospilus

  Bild eines meiner O. macrospilus

O. hoppei

Bild eines meiner O. hoppei



Erstbeschreibung durch:
Eigenmann & Allen, 1942    ---> O. macrospilus
Miranda Ribeiro, 1908        ---> O. hoppei

Typuslokalität:
O. macrospilus:
Peru: Dpto. Loreto, Río Morona, oberer Amazonas, (Ref. 26282)

O. hoppei:

Weitere Fundorte:
O. macrospilus:
Kolumbien: Amazonas und Caqueta-Becken
Ekuador: Amazonas, und Napu-Becken
Peru: weit verbreitet im Amazonas-Becken, Rio Nanay, Rio Maranon, Rio Morona
Brasilien: Rio Japurá, Rio Juruá

O. hoppei:
Brasilien: Bundesstaaten Pará, Belém, Rondonia, Madeira-Becken
Peru: Ucayali-Einzug

O. macrospilus O. hoppei

Temperatur:

24-28 C  (O. macrospilus)
25-28 C  (O. hoppei)


PH:

stark sauer (5,0) - neutral (7,0)


Wasser:

sehr weich (unter 4 dGH) - mittelhart (12 dGH)


Größe:

O. macrospilus:
Gesamtlänge: 40 mm
Standardlänge (Kopf bis Schwanzflossenansatz): 19,7 - 35,3 mm

O. hoppei:
Gesamtlänge: 35 mm
Standardlänge (Kopf bis Schwanzflossenansatz): 18,0 - 33,0 mm


Vergesellschaftung:

  • friedlich
  • Gruppentiere, mindesten 8 Tiere besser 10 oder mehr
  • mit kleineren und mittelgroßen Arten

Futter:

  • Algen
  • Aufwuchs
  • abgestorbene Pflanzenteile
  • Bodentabletten
  • Futter was auf Boden fällt
  • Gemüse, einfach austesten (z.B. überbrühter Spinat, geschälte Gurken, rohe Kartoffeln), sollte 36 - 48 Stunden im Becken verbleiben.

Weitere Angaben:
Hier 4 Viedeos von O. macrospilus:
6 Tieren bei Aufnahme von Resten einer Futtertablette (1,4 MB)

4 Tieren bei Aufnahme von Resten einer Futtertablette (850 KB)
4 Tieren bei Aufnahme von Resten einer Futtertablette (1,05 MB)
1 Tier weidet Wurzel ab (225 KB)

Bericht:

Otocinclus macrospilus leben bei mir mit Otocinclus hoppeis in einem 123 Literbecken zusammen. Am Tag halten sie sich zwischen den Pflanzen und Einrichtungsgegenständen auf. Sie starten von dort ihre Erkundungstouren durchs Becken. Dazu fängt einer an, los zu wuseln, was die anderen animiert, es ihm gleich zutun. Oft verharren sie an Ort und Stelle, wenn man an das Becken kommt. Doch nach ca. 1-2 Minuten legt dann einer los und die anderen ziehen nach. Ihre Aktivitäten steigern sich, nachdem das Licht aus ist. Man kann sie dann oft an der Scheibe sehen. Oft schwimmen sie in Trupps von 2-3 Tieren oder auch mehr. Anfangs hielt ich 6 Tiere, die ich inzwischen auf 12 aufstockte. Dabei konnte ich feststellen, dass sie in einer größeren Gruppe bzw. Schwarm auch ein größeres Sicherheitsgefühl aufbauen. Schlussfolgernd daraus, kann ich sagen, je größer der Schwarm beim Einsetzen, desto geringer die Ausfallrate beim Eingewöhnen.
Sie zeigen keine Scheu bei Arbeiten im Becken, im Gegenteil. Sie wirken eher neugierig, was wohl mit den aufgewirbelten Mulm zu tun hat. Am Tage kann ich 8-10 Tiere finden. Zwei bleiben meistens unentdeckt. Otocinclen sind befähigt, auch atmosphärische Luft zu nutzen. Das heißt, sie schwimmen in unregelmäßigen Abständen blitzartig zur Wasseroberfläche und holen sich eine Portion. Ebenso beobachte ich auch in unregelmäßigen Abständen, dass sie die Scheiben hoch und runter schwimmen, meistens erst einer, dieser animiert dann die anderen, mit zu schwimmen. Hier zeigt sich dann mal wieder, dass es Gruppentiere sind.

Das Becken sollte üppig bepflanzt sein. Des Weiteren sollte es nicht zu hell sein, dadurch sind auch ihre Aktivitäten am Tag größer. Der Bodengrund in meinem Becken besteht aus rotem Granit (3-5 mm). Besser wäre Sand, der auch dunkel zu haben ist. Laubblätter von Eichen und Buchen sind ideale Dekorationsgegenstände. Sie sehen nicht nur gut aus, sondern bieten vorzügliche Versteckmöglichkeiten und Nahrungsquellen. Die positive Auswirkung auf die Wasserqualität kommt gratis dazu. Mulm sollte im Becken verbleiben. Dieser beherbergt nicht nur wichtige Bakterien bzw. bildet ein Puffer sondern sorgt auch für Nahrungsnachschub und verhindert so ein Verhungern. Ein wichtiger Bestandteil der Einrichtung sollte eine Wurzel sein, alternativ gehen auch Welstabletten mit Holzanteil.

Sie fressen mit Vorliebe Algen bzw. Aufwuchs. Der tierische Anteil, der zwischen den Algen lebt, ist sehr wichtig. Ebenso mögen sie gerne Bodentabletten. Dazu warten sie ab, bis die Tablette von den anderen Fischen (Agassizii Zwergbuntbarsch, Roter Neon) quer durchs Becken gezerrt wurde und sammeln das sich lösende Futter ein. Eine Wurzel sollte im Becken nicht fehlen. Wie viele andere Welse benötigen sie den Holzanteil, welchen sie abraspeln. Alternativ könnte man ihnen Welstabletten mit Holzanteil anbieten.

Hier findet man die wichtigsten Informationen allgemein über die Otocinclen, eine Art FAQ:
Die wichtigsten Fragen und Antworten über Otocinclen

Hier ein detalierter Bericht über Eingewöhnung und Stress von Otocinclen :
Ursachen der Problematik beim Einsetzen von Otocinclen (Ohrgitter-Harnischwelsen)


Hier weitere Erfahrungsberichte:
O. "negro" sp. paraguay oder LG2
O. huaorani



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Otocinclus macrospilus

Otocinclus vittatus

Otocinclus hoppei

Otocinclus negro sp. paraguay, LG2, KBO

Otocinclus hoppei & macrospilus
Das "blasse" Tier
ist ein macrospilus
links ein macrospilus Weibchen
rechts ein hoppei Männchen
l. und r. O. macrospilus,
m. O. hoppei
Futterspieß

Otocinclus huaorani

Foto: © Wolfgang Gogolin

Otocinclus mariae (Foto: © Nadine Florack)